Rund um den Karpfen

Rund um den Karpfen

Weiherlandschaft Aischgrund

Weiherlandschaft im Aischgrund

Der als "Aischgrund" bezeichnete Raum zwischen Bad Windsheim, Bamberg und Erlangen umfasst nicht nur die unmittelbar am Fluss Aisch liegenden Bereiche, sondern auch die umliegende Weiherlandschaft. Böden, die nur wenig Wasser versickern lassen, sowie  viele größere Flächen mit schwachem Gefälle, die für die Landwirtschaft ungeeignet sind, bilden für die Weiher und Teiche günstige geographische Voraussetzungen.

Im Mittelalter wurden die Teiche im regenarmen Aischgrund von den Mönchen vor allem als Wasserrückhaltung und zur Klimaverbesserung angelegt. Während der monatelangen Fastenzeiten entwickelte sich der Karpfen von einer Delikatesse zu einer allseits konsumierten Fastenspeise. Als die Klöster ihren Fischbedarf aus den Fließgewässern nicht mehr decken konnten, verwendeten sie die Teiche zur Fischzucht und legten weitere neue Teiche an.  

Heute gibt es im Aischgrund mehr als 7000 Teiche. Die sogenannten "Himmelsweiher" haben keinen natürlichen Zufluss und werden nur durch Regenwasser gespeist. Um Wasser zu sparen, sind die Teiche oftmals in Teichketten hintereinander "geschaltet", diese können mehrere Kilometer lang sein.

Auch für Erholungssuchende sind die Weiher im Aischgrund ein besonderer Anziehungspunkt. Die flache, abwechslungsreiche Landschaft und Wege wie der Karpfenradweg, der Weiherwanderweg oder der Uehlfelder Karpfenrundweg genießen bei Spaziergängern, Wanderen und Radlern große Beliebtheit. 

Fritz Bauerreiß: Fränkischer Karpfenführer, 2011
Geschichts- und Heimatverein Neustadt a.d.Aisch e.V.: Aischgründer Karpfenmuseum im Kulturareal Altes Schloss Neustadt a.d.Aisch, 2013